24 May 2026, 20:24

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen bis 2027

cylib sichert 26,1 Millionen Euro EU-Förderung für Recyclinganlage für Batterien

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen bis 2027

Europa treibt seine Pläne voran, eine führende Rolle im Batterierecycling einzunehmen – getrieben durch den steigenden Absatz von Elektrofahrzeugen. Weltweit läuft bereits jedes vierte neu verkaufte Auto mit Strom, was die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen weiter anheizt. Eine neue Großanlage in Deutschland soll diese Herausforderung mit modernster Recyclingtechnologie bewältigen.

Das auf Batterierecycling spezialisierte Unternehmen Cylib hat aus dem EFRE/JTF-Programm der EU in Nordrhein-Westfalen eine Förderung in Höhe von 26,1 Millionen Euro erhalten. Das Geld fließt in den Bau einer der größten Lithium-Ionen-Batterie-Recyclinganlagen Europas auf dem CHEMPARK-Gelände in Dormagen. Die Anlage soll 2027 in Betrieb gehen und jährlich bis zu 140.000 E-Auto-Batterien verarbeiten – das entspricht 60.000 Tonnen Altbatterien oder 20.000 Tonnen sogenannter „Black Mass“.

Das Werk setzt auf das von Cylib entwickelte OLiC-Verfahren, mit dem über 90 Prozent wertvoller Materialien wie Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan zurückgewonnen werden. Im Vergleich zum Abbau neuer Rohstoffe spart diese Methode zudem 80 Prozent der CO₂-Emissionen ein. Die Förderung ist Teil der Initiative „Produktiv.NRW“ und deckt die erste Ausbauphase der Anlage ab.

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Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von Cylib, dankte der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen für die Unterstützung. Das Projekt ziele darauf ab, Europas Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit durch hochmoderne Recyclingtechnologien zu stärken.

Sobald die Dormagener Anlage läuft, wird sie eine Schlüsselrolle in Europas Bestrebungen nach Unabhängigkeit bei Batterierohstoffen einnehmen. Durch das Recycling ausgedienter Batterien trägt sie dazu bei, die Versorgung mit kritischen Mineralien zu sichern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Anlage markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Batterie-Wertschöpfungskette in Europa.

Quelle