Eurobahn stabilisiert Betrieb: Nur noch 4–5 Prozent Zugausfälle in NRW
Thies FreudenbergerEurobahn stabilisiert Betrieb: Nur noch 4–5 Prozent Zugausfälle in NRW
Eurobahn reduziert Zugausfälle auf nur noch 4–5 Prozent
Der regionale Bahnbetreiber Eurobahn in Nordrhein-Westfalen hat die Zahl der Zugausfälle auf lediglich 4–5 Prozent des geplanten Angebots gesenkt. Diese Verbesserung folgt auf monatelange Personalengpässe, die im Jahr 2024 zu massiven Fahrplaneinschränkungen gezwungen hatten. Unterdessen sucht der Nahverkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) einen Käufer, um die Zukunft des Unternehmens bis 2028 zu sichern.
Im April 2024 hatte der Betreiber mit schweren Störungen zu kämpfen, als Personalmangel auf einigen Strecken zu einer Reduzierung des Angebots um 40 Prozent führte. Die Taktung auf wichtigen Verbindungen wie der RE13, RE3 und RB67 sank auf nur noch einen Zug pro Stunde. Der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte damals die Kürzungen, die unter anderem Verbindungen nach Osnabrück, Nienburg an der Weser und sogar Strecken in die Niederlande betrafen.
Durch gezielte Einstellungs- und Schulungsmaßnahmen konnte die Lage inzwischen stabilisiert werden. Bis Dezember 2025 plant Eurobahn die vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Fahrplans. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um potenzielle Investoren zu gewinnen.
Der NWL, zu dessen Mitgliedern Mobility Ruhr-Lippe, Mobility Münsterland und der Zweckverband Verkehr Ostwestfalen-Lippe zählen, muss bis 2028 eine Lösung finden. Die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge laufen 2032 aus, was die Dringlichkeit für eine langfristige Perspektive erhöht.
Aktuell fährt Eurobahn mit deutlich weniger Ausfällen und hält 95–96 Prozent des geplanten Angebots aufrecht. Der NWL führt weiterhin Verhandlungen, um vor dem Stichtag 2027/2028 einen Käufer zu finden. Ein stabiler Investor würde den Betrieb des Unternehmens über 2032 hinaus sichern und so die regionalen Verkehrsverbindungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus langfristig erhalten.






