30 May 2026, 12:17

Ende Gelände startet massive Klimaproteste gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Ende Gelände startet massive Klimaproteste gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Klimabündnis Ende Gelände startet Protestwelle im Ruhrgebiet

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Die antikapitalistische Klimaallianz Ende Gelände hat eine Reihe von Protesten im gesamten Ruhrgebiet gestartet. Über 1.500 Menschen beteiligten sich am Freitag an den koordinierten Aktionen gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastruktur. Demonstrant:innen richteten sich dabei gegen zentrale Industrieanlagen, darunter Kraftwerke und Gießereien, um ihren Widerstand gegen neue Gasprojekte zum Ausdruck zu bringen.

In Gelsenkirchen blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Einige Protestierende installierten sogar Solarpaneele auf dem Gelände, um erneuerbare Alternativen zu beworben. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe in Mülheim an der Ruhr die Werksgleise des Röhrenherstellers Europipe und legte so die Produktion lahm.

Rund 200 Demonstrant:innen unterbrachen zudem den Schichtwechsel in der Friedrich-Wilhelms-Hütte, ebenfalls in Mülheim. Die deutsche Regierung verhandelt derzeit über eine Milliardenspritze für den Rüstungskonzern KNDS, zu dem die Gießerei gehört. In Hamm zogen Aktivist:innen unterdessen in Richtung Hauptbahnhof und trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Energiekonzerne enteignen!“.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte zuvor ein von der Polizei verhängtes Verbot für eine geplante Demonstration am Kraftwerk Gersteinwerk am Samstag bestätigt. Dennoch rechnen die Organisator:innen mit tausenden weiteren Teilnehmenden bei einer großen Kundgebung am Samstag – unterstützt von Umweltverbänden und der Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Die Proteste lenken die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Abhängigkeit der Region von fossilen Brennstoffen. Mit weiteren Aktionen in Aussicht unterstreichen die Demonstrationen den wachsenden Widerstand gegen den Gasausbau. Behörden und Veranstalter:innen bleiben derweil in einem Streit über die Rechtmäßigkeit künftiger Proteste verfangen.

Quelle