25 January 2026, 00:39

Eine Mutter kämpft um das Erbe ihrer ermordeten Tochter in Nir Oz

Eine Frau steht an einem Rednerpult mit einem Mikrofon, lächelt und hält eine Rede in einem Raum mit einem Schild darüber, das 'Dr. Shabana Aziz' lautet.

Eine Mutter kämpft um das Erbe ihrer ermordeten Tochter in Nir Oz

Sonja Bohl-Dencker spricht am 26. Januar 2026 in der Volkshochschule Bergisch Gladbach

Sie wird dort die Geschichte ihrer Tochter Carolin erzählen, die am 7. Oktober 2023 von Terroristen ermordet wurde. Die Veranstaltung ist Teil einer Kampagne zum Wiederaufbau von Nir Oz, dem israelischen Kibbuz, in dem Carolin lebte und starb.

Carolin Bohl war die einzige deutsche, nicht-jüdische Opferin der Angriffe vom 7. Oktober. Sie hatte in Nir Oz ihr Zuhause gefunden, und ihre Mutter setzt sich nun dafür ein, ihr Andenken durch den Wiederaufbau zu bewahren. Sonja Bohl-Dencker reiste bereits zweimal mit der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach–Nir Oz in den Kibbuz.

Bei ihrem bevorstehenden Vortrag wird es um Carolins Leben, ihre Ermordung und die laufenden Bemühungen zum Wiederaufbau des Gästehauses gehen – jenem Ort, an dem Carolin getötet wurde und der bis heute ein zentraler Teil der Gemeinschaftsbewältigung ist. Die Bethe-Stiftung unterstützt das Projekt, indem sie alle Spenden für den Wiederaufbau verdoppelt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden für den Gästehaus-Fonds werden jedoch entgegengenommen. Die Organisatoren hoffen, dass die Kampagne nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch mehr Aufmerksamkeit für die Wiederaufbaubedürfnisse von Nir Oz schafft.

Bohl-Deckers Besuch in Bergisch Gladbach soll Trauer in Tatkraft verwandeln. Das wiederaufgebaute Gästehaus wird als bleibende Erinnerung an Carolin und als Symbol der Widerstandsfähigkeit für Nir Oz dienen. Die während der Veranstaltung gesammelten Spenden fließen direkt in die Wiederaufbauarbeiten.