11 January 2026, 10:39

Düsseldorf protestiert erstmals massiv gegen Rechtsextremismus – über 2.500 Teilnehmer überraschen Organisatoren

Menschen auf einer Straße mit Plakaten, im Hintergrund Gebäude, Bäume, Laternenpfähle und der Himmel.

Düsseldorf protestiert erstmals massiv gegen Rechtsextremismus – über 2.500 Teilnehmer überraschen Organisatoren

Mehr als 2.500 Menschen gingen am Samstag in Düsseldorf auf die Straße, um gegen rechtsextreme Parteien zu protestieren. Die Demonstration war die erste ihrer Art in der Stadt und folgte ähnlichen Kundgebungen in München und Hamburg. Die Organisatoren, darunter lokale Künstler, erklärten, die Teilnehmerzahl habe ihre anfänglichen Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Die Kundgebung wurde von Vertretern der Düsseldorfer Kunstszene initiiert. Ihr Ziel war es, das öffentliche Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken und Parteien mit Verbindungen zu rechtsextremen Ideologien kritisch zu hinterfragen. Die Demonstranten forderten strengere Maßnahmen, darunter eine automatische Prüfung solcher Parteien durch das Bundesverfassungsgericht.

Die Teilnehmer verlangten zudem eine umfassende Überprüfung aller Gruppen, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft oder unter Beobachtung stehen. Obwohl die Veranstaltung Reden, Musik und Auftritte umfasste – darunter einen Beitrag des Karikaturisten Ralph Ruthe –, vermieden die Organisatoren direkte Nennungen der Alternative für Deutschland (AfD). Explizite Forderungen nach Parteiverboten wurden nicht erhoben. Die Demonstration markiert den Auftakt einer breiter angelegten Kampagne. Weitere Proteste sind nun alle zwei Wochen geplant, mit Veranstaltungen, die sich auf andere Landeshauptstädte ausweiten sollen. Die Organisatoren kündigten an, die Aktionen fortzusetzen, bis der Bundesrat konkrete Schritte gegen rechtsextreme Parteien einleitet.

Die Düsseldorfer Kundgebung zog mehr als doppelt so viele Teilnehmer an wie erwartet. Künftige Demonstrationen sollen bundesweit stattfinden und den Druck auf die Behörden aufrechterhalten. Die Organisatoren betonten, dass es ihnen vor allem um rechtliche Überprüfungen und nicht um pauschale Verbote gehe.