Dortmunds radikaler Kaderumbruch: Warum Brandt, Süle & Özcan gehen müssen
Thies FreudenbergerDortmunds radikaler Kaderumbruch: Warum Brandt, Süle & Özcan gehen müssen
Borussia Dortmund steht vor einem großen Umbruch im Kader diesen Sommer. Der Verein wird die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern – alle drei laufen zum Saisonende aus. Vorstandssprecher Carsten Cramer präsentiert die Veränderungen als Chance, mit neuem Elan durchzustarten.
Die Abgänge von Brandt und Süle markieren eine deutliche Wende in Dortmunds Philosophie. Jahre lang wurde dem Klub vorgeworfen, wichtige Personalentscheidungen und Kaderplanungen zu lange hinauszuzögern. Nun betont Cramer, dass diese Schritte Mut beweisen und auf langfristige Chancen statt auf kurzfristige Risiken setzen.
Dortmunds Strategie basiert seit Langem auf der Förderung junger Talente – Spieler wie Erling Haaland, Jude Bellingham oder Karim Adeyemi –, die später mit hohen Gewinnen weiterverkauft werden. Das steht im krassen Gegensatz zu Rivalen wie dem FC Bayern München, der Stars mit hohen Gehältern hält und auf etablierte Namen wie Harry Kane oder Leroy Sané setzt. Gleichzeitig setzen Clubs wie Bayer Leverkusen seit 2022 unter Xabi Alonso auf datenbasierte Spielersuche.
Trotz der Abgänge hält der BVB an seinem aktuellen Kapitän Emre Can fest. Der Mittelfeldspieler, der sich von einem schweren Kreuzbandriss erholt, soll einen neuen Vertrag erhalten. Cramers Vision für die Zukunft des Vereins umfasst mutige Personalentscheidungen, um Dortmund auf die nächste Stufe zu heben.
Mit dem Abschied von Brandt, Süle und Özcan steht ein bewegter Sommer bevor. Nun geht es darum, den Kader zu verstärken, ohne das bewährte Modell aus Nachwuchsförderung und klugen Transfers aufzugeben. Die mögliche Vertragsverlängerung von Emre Can steht dabei für Kontinuität inmitten des Umbruchs.






