Dortmunds Champions-League-Traum wankt nach 0:2 gegen Tottenham
Thies FreudenbergerDortmunds Champions-League-Traum wankt nach 0:2 gegen Tottenham
Borussia Dortmund kassiert schwere 0:2-Niederlage gegen Tottenham Hotspur in der Champions League – damit rutscht der BVB in der Gruppenphase aus den Top acht. Die Hoffnungen auf den direkten Einzug ins Achtelfinale sind damit so gut wie begraben.
Die Pleite setzt Dortmund unter Druck. Der ehemalige Torhüter und Club-Ikone Roman Weidenfeller kritisierte die Mannschaftsleistung scharf: Es habe an Körpersprache, Kampfgeist und Entschlossenheit gefehlt. Zudem stellte er die mentale Stärke und den Willen der Spieler im Spiel gegen Tottenham infrage.
Sportdirektor Sebastian Kehl forderte daraufhin einen starken Schluss spurt in der Gruppenphase. Das Team müsse in den verbleibenden Partien endlich die erwartete Leistung bringen, so Kehl. Die Champions League hat für den BVB zusätzlich an Bedeutung gewonnen – nicht nur wegen des frühen Ausscheidens im DFB-Pokal, sondern auch wegen des wachsenden Rückstands auf den FC Bayern München in der Bundesliga.
Das Mindestziel des Clubs ist nun, sich noch einen Platz in der K.-o.-Phase zu sichern – sei es direkt oder über die Play-offs. Weidenfeller betonte, dass die gezeigte Leistung nicht das tatsächliche Potenzial der Mannschaft widerspiegle. Der Druck auf die Borussen wächst, ihre europäische Saison doch noch zu retten.
Da der direkte Einzug ins Achtelfinale unwahrscheinlich geworden ist, muss sich Dortmund nun auf die Play-off-Plätze konzentrieren. Die letzten Gruppenspiele werden entscheiden, ob der BVB auch nach Dezember noch in der Champions League vertreten ist. Ein vorzeitiges Ausscheiden würde bedeuten, dass der Verein in dieser Saison ohne Titelchance dasteht.