10 February 2026, 14:57

Dortmunder Bündnis kämpft für Bleiberecht der Dramé-Brüder nach Polizeitod

Eine Gruppe von Menschen steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, und hält eine Fahne mit der Aufschrift "Rassengerechtigkeit". Das Tor hat Säulen und eine Statue, im Hintergrund sind Gebäude und ein bewölkter Himmel zu sehen.

Dortmund-Allianz kämpft um Wohnsicherheit für Dramé-Brüder - Dortmunder Bündnis kämpft für Bleiberecht der Dramé-Brüder nach Polizeitod

In Dortmund hat sich ein Bündnis mit einem offenen Brief an die lokalen Behörden gewandt und fordert, den Brüdern Sidy und Lassana Dramé sichere Aufenthaltsrechte zu gewähren. Die beiden, ursprünglich aus dem Senegal, waren nach Deutschland gereist, um am Prozess über den Tod ihres jüngeren Bruders Mouhamed während eines Polizeieinsatzes im Jahr 2022 teilzunehmen. Ihre aktuellen Aufenthaltstitel sind inzwischen abgelaufen, sodass ihre Zukunft ungewiss ist.

Mouhamed Dramé war im August 2022 bei dem Einsatz von einem Polizisten tödlich erschossen worden. Der beteiligte Beamte wurde später freigesprochen, da das Gericht die Tat als Notwehr wertete. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Familie Dramé haben seitdem gegen das Urteil Berufung eingelegt, doch ein konkreter Zeitplan für weitere rechtliche Schritte steht noch aus.

Sidy und Lassana Dramé haben sich inzwischen in Dortmund ein Leben aufgebaut. Sie besuchen Deutschkurse, engagieren sich ehrenamtlich in der Gemeinschaft und haben bereits Arbeitsangebote erhalten. Trotz ihrer Integrationsbemühungen bleibt ihr Aufenthaltsstatus jedoch ungeklärt.

In ihrem Schreiben begründet das Bündnis die Forderung nach einem Bleiberecht als Akt der Solidarität. Gefordert werden nicht nur eine Verlängerung ihrer Aufenthaltstitel, sondern auch eine langfristige Lösung, einschließlich einer Arbeitserlaubnis. Die Initiatoren argumentieren, dass ein Verbleib der Brüder deren Engagement würdigen und ihnen nach dem Verlust ihres Bruders Stabilität bieten würde.

Das Berufungsverfahren im Fall Mouhamed zieht sich weiter hin, ohne dass Termine für weitere Verhandlungen feststehen. Unterdessen lenkt die Kampagne für Aufenthaltsrechte den Blick auf die übergeordneten Herausforderungen, vor denen die Familie Dramé steht. Ob sie in Dortmund bleiben können, hängt nun von der Reaktion der lokalen Behörden auf die Initiative ab.