12 June 2026, 22:20

Diakonie Bethanien warnt vor Kahlschlag bei Pflegekräftelöhnen durch neue Gesetze

Diakonie Bethanien warnt vor Einschnitten bei Tariffinanzierung und sieht Pflegebereitstellung gefährdet

Diakonie Bethanien warnt vor Kahlschlag bei Pflegekräftelöhnen durch neue Gesetze

Diakonie Bethanien warnt vor geplanten Gesetzesänderungen zu Pflegekräftelöhnen

Die Diakonie Bethanien hat Bedenken gegen geplante gesetzliche Änderungen geäußert, die sich auf die Löhne von Pflegekräften auswirken könnten. Die Organisation warnt, dass neue Regelungen die volle Erstattung von tariflichen Lohnerhöhungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern stoppen könnten. Fair bezahlte Arbeitsbedingungen seien jedoch entscheidend, um Fachkräfte für den Sektor zu gewinnen und langfristig zu binden.

Laut dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll die Verpflichtung, Tariflöhne zu zahlen, zwischen 2027 und 2030 ausgesetzt werden. Ein weiterer Entwurf, das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, sieht vor, dass nur noch 50 Prozent der Lohnerhöhungen oberhalb der aktuellen Grenzen in Krankenhäusern übernommen werden. Für Pflegeeinrichtungen wären die Erstattungen an feste Obergrenzen geknüpft – die Differenz zwischen tatsächlichen Löhnen und den erstatteten Beträgen müssten sie selbst tragen.

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Die Diakonie Bethanien zahlt ihre Mitarbeiter derzeit nach dem Kirchlichen Arbeitnehmer-Tarifvertrag (AVR). Matthias Ruf, Vorsitzender des Vorstands, betont, dass faire Löhne die Leistung der Beschäftigten würdigen und helfen, sie im Beruf zu halten. Dr. Stephan Ricken, Geschäftsführer der Einrichtung, ergänzt, dass diese Löhne gesetzlich vorgeschrieben seien – ihre Kürzung würde die Patientenversorgung gefährden.

Die Organisation unterstreicht, dass eine nachhaltige Pflege auf ausreichend Personal angewiesen ist, das wiederum stabile und faire Finanzierung braucht. Sie warnt davor, tarifliche Löhne als reine Kostenbelastung darzustellen, da dies langfristig die medizinische und pflegerische Versorgung schwächen könnte.

Die geplanten Änderungen bergen das Risiko, Finanzierungslücken zu schaffen, die die Träger selbst schließen müssten. Dies könnte die Stabilität der Langzeitpflege und medizinischen Versorgung gefährden. Die Debatte über die Gesundheitsfinanzierung in Deutschland dürfte in den kommenden Monaten weiter an Schärfe gewinnen.

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