Deutschlands erstes nachhaltiges Rechenzentrum startet in Heiligenhaus mit revolutionärem Konzept
Iwona KohlDeutschlands erstes nachhaltiges Rechenzentrum startet in Heiligenhaus mit revolutionärem Konzept
Nachhaltiges Rechenzentrum der neuen Generation in Deutschland gestartet – ein Schritt zu grünerer IT-Infrastruktur
In Deutschland hat ein neuartiges, nachhaltiges Rechenzentrum seinen Betrieb aufgenommen und markiert damit einen Wandel hin zu umweltfreundlicherer IT-Infrastruktur. Der Baukonzern Hochtief eröffnete am 11. September in Heiligenhaus, Nordrhein-Westfalen, die erste Anlage des Typs Yexio. Das Projekt zielt darauf ab, den CO₂-Ausstoß zu senken und gleichzeitig die wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten und Edge Computing zu bedienen.
Das Yexio-Rechenzentrum in Heiligenhaus ist auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt. Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen reduziert es den jährlichen CO₂-Ausstoß um 600 Tonnen. Die Abwärme der Anlage wird zudem genutzt, um ein benachbartes Schwimmbad zu beheizen – eine sinnvolle Verwendung von Energie, die sonst ungenutzt bliebe.
Hochtief und die Investmentgesellschaft Palladio Partners treiben die Investitionen in ein bundesweites Netz dieser dezentralen Rechenzentren voran. Geplant sind 15 Standorte für Edge Computing in ganz Deutschland, wobei fünf bereits gesichert oder in Entwicklung sind. Als Hauptnutzer der neuen Yexio-Infrastruktur fungiert das Unternehmen Yorizon.
Die Inbetriebnahme fällt in eine Phase des globalen Booms: Der Markt für Edge-Rechenzentren, der 2024 ein Volumen von 13 Milliarden US-Dollar erreicht hat, soll bis 2033 auf 48 Milliarden US-Dollar anwachsen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Gesamtinvestitionen in Rechenzentren bis 2030 jährlich um fast 20 Prozent steigen.
Das erste Yexio-Rechenzentrum ist nun betriebsbereit und bietet grüne IT-Dienstleistungen sowie Cloud-Computing an. Weitere Standorte sollen das Netz erweitern und Deutschlands Bestrebungen nach einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur unterstützen. Das Projekt spiegelt das branchenweite Wachstum wider, da die Nachfrage nach effizienten, klimafreundlichen Datenlösungen kontinuierlich zunimmt.
