Chaos in NRW: Tunnelsperrung und Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Verkehr lahm
Iwona KohlChaos in NRW: Tunnelsperrung und Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Verkehr lahm
Sperrung eines wichtigen Tunnels und Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen für Reisebehinderungen in Nordrhein-Westfalen
In dieser Woche wird der Verkehr in Nordrhein-Westfalen durch die Schließung eines großen Tunnels und Warnstreiks im öffentlichen Dienst beeinträchtigt. Der L107-Tunnel in Velbert-Langenberg bleibt ab Dienstagnachmittag für 24 Stunden gesperrt. Gleichzeitig legen Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf Landesebene die Arbeit nieder – darunter auch Mitarbeiter der Tunnelbetriebe in Leverkusen.
Der L107-Tunnel wird ab Dienstag, 20. Januar, 16:00 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch, 21. Januar, 16:00 Uhr für den gesamten Verkehr geschlossen. Als Grund für die Vollsperrung nannten die Behörden Sicherheitsbedenken. Autofahrer werden über eine Umleitung über die Vogteier Straße, Voßkuhlstraße und Heegerstraße geleitet.
Von den Warnstreiks betroffen ist auch die Leitstelle des Tunnelbetriebszentrums (TLZ.NRW) im Landesverkehrszentrum (LVZ.NRW) in Leverkusen. Drei große Gewerkschaften – ver.di, DBB und DPVdÖ – rufen zu den Arbeitsniederlegungen auf. Ver.di, die größte der drei Organisationen, spielt eine zentrale Rolle in den laufenden Tarifverhandlungen auf Bundesebene. Die Warnstreiks am Dienstag richten sich gegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auf Landesebene, darunter auch Mitarbeiter, die für die Steuerung wichtiger Verkehrsinfrastrukturen zuständig sind. Dadurch könnten sich zusätzliche Verzögerungen ergeben.
Durch die Tunnelsperrung und die Warnstreiks muss in der Region mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Autofahrer sollten alternative Routen planen, Pendler müssen mit Einschränkungen im Nahverkehr rechnen. Sowohl die Sperrung als auch die Warnstreiks sollen bis Mittwochabend beendet sein.