23 March 2026, 00:20

Chaos beim Oberliga-Duell: Pyro, Platzstürme und Zugausfälle nach Ahlen-Wattenscheid-Spiel

Ein Fußballspiel in einem Stadion mit einer großen Zuschauermenge, saftig grünem Rasen, einem Torpfosten links, Bodenbanner, Menschen mit Fahnen und Hintergrundgeländer, Tafeln, Lampen und andere Gegenstände.

Chaos beim Oberliga-Duell: Pyro, Platzstürme und Zugausfälle nach Ahlen-Wattenscheid-Spiel

Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09

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Am 22. März 2026 kam es während eines Oberliga-Spiels zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 zu schweren Gewaltausbrüchen. Die Polizei griff ein, um Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Hooligan-Gruppen zu unterbinden, doch die Unruhen setzten sich nach dem Spiel sowohl im als auch außerhalb des Stadions fort. Die Partie wurde schließlich nach wiederholten Vorfällen abgebrochen.

Die Zwischenfälle begannen im Wersestadion, wo die Polizei Bereitschaftspolizei und berittene Einheiten eingesetzt hatte, um die gegnerischen Fans voneinander fernzuhalten. Trotz dieser Maßnahmen zündeten Heimfans Pyrotechnik, während Auswärtsanhänger Böller warfen. Ein Sprengkörper landete sogar auf dem Spielfeld, woraufhin der Schiedsrichter das Spiel unterbrach und der SG Wattenscheid den Sieg zusprach.

Nach dem Abpfiff drangen etwa 40 Personen auf die Gleisanlagen ein, rissen Schottersteine heraus und verursachten vorübergehende Zugausfälle. Ahlen-Hooligans, unterstützt von Verbündeten aus Zwolle, lieferten sich mit Polizeikräften im und um das Stadion herum Gefechte. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war; Unbeteiligte blieben unverletzt.

Die Behörden nahmen drei Zwolle-Anhänger fest: Zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft. Nun laufen Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, Angriffe auf Polizeibeamte sowie Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften durch Pyrotechnik und Platzstürme.

Das Spiel endete im Chaos – die Entscheidung des Schiedsrichters, die Partie abzubrechen, stellt ein seltenes Ereignis in der Oberliga dar. Die Polizei bestätigte, dass es neben der leichten Verletzung des Beamten keine weiteren Verletzten gab. Die Untersuchungen zu den Vorfällen laufen jedoch weiter. Über das Ausmaß künftiger Präventivmaßnahmen wurde noch nicht entschieden.

Quelle