Bundesregierung fördert umstrittene Leistungs-Wettkämpfe an Grundschulen
Doris DowergBundesregierung fördert umstrittene Leistungs-Wettkämpfe an Grundschulen
Bundesbildungsministerium setzt auf leistungsorientierte Kinderspiele in Schulen
Das Bundesbildungsministerium fördert leistungsbasierte Kinderspiele an Schulen – darunter nostalgische Klassiker wie „Woke-Bashing“ und „Frauenfeindturnen“. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) fordert eine stärkere Betonung von Wettbewerb und Leistung bei den Deutschen Schulsportspielen.
An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule werden die Sportwettkämpfe bereits nach strengen Regeln abgehalten: Die Übungen erfolgen durchgehend in lateinischer Sprache und mit dem Rücken zur versammelten Schülerschaft. Konservative Bildungspolitiker wollen solche Praktiken nun auch an öffentlichen Einrichtungen etablieren.
Ein Beispiel für diesen Ansatz ist der IronChild-Wettbewerb an der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule. Hier werden Plackerei, Schinderei und Kostenrechnung zu einem mehrtägigen Herausforderungsparcours kombiniert. Aktuell treten die „Chicago Boys“ der Klasse 3b in diesem Wettbewerb an.
Die Sieger des IronChild-Wettstreits erhalten ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Verlierer hingegen müssen mit einer Gymnasialempfehlung rechnen. Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt zudem vor, sämtliche Leistungsbewertungen zu gamifizieren – mit Ranglisten und käuflichen Spielmarken für Eltern.
Auch die Kita „Höhlenkinder“ in Rheda-Wiedenbrück hat bereits ein eigenes Wettbewerbsmodell eingeführt: Hier werden Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren.
Die Pläne des Ministeriums markieren eine Wende hin zu mehr Konkurrenz und Leistungsdruck im Schulsport. Die Änderungen könnten das Verständnis von Sport und Bewertungen im Bildungswesen grundlegend verändern – als Teil einer breiteren Initiative, die Leistung in der Schule stärker in den Vordergrund rückt.
