Bonns Beethovenhalle glänzt nach teurer Sanierung – doch die Rechnung bleibt offen
Irmtraut BeckerBonns Beethovenhalle glänzt nach teurer Sanierung – doch die Rechnung bleibt offen
Bonns Beethovenhalle endlich wiedereröffnet – nach monatelanger energetischer Sanierung und explodierenden Kosten
Die Bonner Beethovenhalle hat nach einer langwierigen energetischen Sanierung ihre Pforten wieder geöffnet. Das Projekt, dessen Ursprung bis ins Jahr 2014 zurückreicht, sollte ursprünglich 61 Millionen Euro kosten. Spätere Berichte deuteten jedoch auf eine weit höhere Ausgangsschätzung von bis zu 224 Millionen Euro hin. Bis zur Wiedereröffnung im Dezember war das Budget schließlich auf 230 Millionen Euro angewachsen – nach einer zusätzlichen Aufstockung um sechs Millionen Euro.
Unerwartete Anpassungen an der Akustik und der Veranstaltungstechnik trieben die Kosten in die Höhe. Auch Messfehler bei den Wänden trugen zu den Budgetüberschreitungen bei. Ein weiterer Faktor ist die Verzögerung bei der Rechnungsstellung: Bisher wurden erst etwa die Hälfte der Abrechnungen eingereicht. Da die finale Abrechnung noch läuft, bleibt die genaue Gesamtsumme vorerst unklar.
Im Vergleich zu anderen jüngeren Projekten – wie der Dachsanierung des Frankfurter Papageno-Musiktheaters für 300.000 bis 350.000 Euro – wirkt der Umfang der Beethovenhalle-Sanierung gewaltig. Trotz der Verzögerungen und steigenden Ausgaben präsentiert sich die Halle nun als modernisiertes kulturelles Wahrzeichen der Stadt.
Die endgültigen Kosten werden erst nach Vorlage aller Rechnungen feststehen. Derzeit läuft der Betrieb mit aktualisierten Systemen und verbesserten Einrichtungen. Die Verantwortlichen räumen die Herausforderungen ein, betonen aber die langfristigen Vorteile für das Bonner Kulturleben.