15 May 2026, 22:24

Bergisch Gladbach will Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung

Kleiner Bach, der durch ein grünes Feld neben einem Gewässer fließt, mit Bäumen und Pflanzen auf beiden Seiten, Gebäuden im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Bergisch Gladbach will Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung

Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat beschlossen, sich einem Bundesprogramm zur Klimafolgenanpassung anzuschließen, um Fördermittel für das Projekt zu sichern. Bei Erfolg könnte das Vorhaben das Gebiet grundlegend verändern und den Großteil der Kosten decken.

Der Stadtrat gab kürzlich grünes Licht für die Bewerbung um das Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Damit soll die Finanzierung für die Freilegung und Renaturierung der Strunde gesichert werden, die derzeit unterirdisch durch das Zanders-Gelände fließt. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten von 6,75 Millionen Euro – rund 5,4 Millionen – könnten aus Bundesmitteln stammen, der Rest würde aus den Sonderrücklagen der Stadt gedeckt.

Lokale Politiker unterstützen den Antrag nachdrücklich. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die Bedeutung der Bundesförderung für die Zukunft Bergisch Gladbachs. Er rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Auch Andreas Ebert, der SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags den Förderantrag befürworten werde.

Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag, wobei der Haushaltsausschuss voraussichtlich Ende 2026 festlegen wird, welche Projekte gefördert werden. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der freigelegte Fluss dem Zanders-Gelände eine neue Identität verleihen wird. Sie erwartet, dass die Maßnahmen die Attraktivität des Gebiets steigern und eine naturnahere Umgebung schaffen.

Der Erfolg des Projekts hängt nun von der Bundeszusage ab, mit einer Entscheidung wird bis Ende 2026 gerechnet. Bei Bewilligung der Mittel würde die Renaturierung der Strunde das Zanders-Gelände neu prägen und die finanzielle Belastung für die Stadt deutlich verringern. Das Vorhaben wäre ein wichtiger Schritt in den Klimaschutzbemühungen Bergisch Gladbachs.

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