Bari Weiss holt Trevor Phillips als CBS-Auslandschef – ein Signal für unabhängigen Journalismus
Thies FreudenbergerBari Weiss holt Trevor Phillips als CBS-Auslandschef – ein Signal für unabhängigen Journalismus
Bari Weiss hat Trevor Phillips als neuen leitenden Auslandskorrespondenten von CBS News berufen. Die Personalie fällt in eine Phase, in der Weiss ihren Einfluss im Journalismus ausbaut und gezielt Autoren sowie Reporter sucht, die für unabhängiges Denken bekannt sind. Phillips wird von Weiss für seine Fähigkeit gelobt, etablierte Erzählungen infrage zu stellen und kompromisslos Fakten nachzugehen.
Weiss zeigt eine deutliche Vorliebe für Journalisten, die sich konventionellen Medienstandards widersetzen. Parallel zu Phillips’ Verpflichtung hat ihr Medium The Free Press auch Douglas Murray unter Vertrag genommen, einen Kolumnisten der New York Post und stellvertretenden Chefredakteur des Spectator.
Ihre jüngsten Treffen in Großbritannien deuten auf Ambitionen jenseits des US-Marktes hin. Während ihres Besuchs traf sie sich mit dem BBC-Journalisten Justin Webb und lotete mögliche Kooperationen aus. CBS News unterhält seit 2017 eine Inhaltskooperation mit BBC News, die beiden Organisationen den Austausch von Videomaterial und Nachrichteninhalten ermöglicht. Trotz dieser Zusammenarbeit bleibt die BBC redaktionell vollständig unabhängig.
Die Partnerschaft ist nicht unumstritten. Innerhalb der BBC gibt es Stimmen, die die Verbindung zu CBS News kritisch sehen – insbesondere wegen des umstrittenen Rufs, den Weiss aus ihren früheren Positionen mitbringt.
Trevor Phillips nimmt nun unter der Führung von Bari Weiss eine Schlüsselposition bei CBS News ein. The Free Press zieht unterdessen weiterhin prominente Persönlichkeiten wie Douglas Murray an. Die BBC hingegen behält trotz der laufenden Inhaltskooperation mit CBS News die volle redaktionelle Kontrolle.
