13 March 2026, 22:25

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Eine Parkbank auf einer grünen Wiese umgeben von Bäumen, Masten, Lichtern und Gebäuden, mit einem Mülleimer im Vordergrund.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarkraftwerk. Der Kreistag Borken hat das Projekt genehmigt, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Die Fläche gehört gemeinsam dem Kreis und der Stadt Ahaus und lag jahrelang ungenutzt, da der Untergrund weiterhin absackt.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektentwicklung. Für die Verantwortlichen ist der Solarpark eine der wenigen sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten des Geländes, da herkömmliche Bebauung schwierig bleibt. Wird das Vorhaben termingerecht umgesetzt, könnten die Entsorgungskosten für Anwohner sinken, da die Wartungskosten der Deponie durch die Einnahmen ausgeglichen werden.

Enge Zeitvorgabe für die Förderung Das Projekt steht unter Zeitdruck: Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein. Neben der Stromerzeugung wird zudem geprüft, ob sich das Gelände für großtechnische Energiespeicher eignet – etwa zur Zwischenspeicherung von Überschussstrom aus Windkraft.

Ein solches Vorhaben ist in Deutschland selten: In den vergangenen fünf Jahren wurde keine andere stillgelegte Deponie in diesem Umfang für ein Solarkraftwerk umgenutzt.

Doppelt nutzbar: Sauberer Strom und Problemfläche mit Perspektive Der Solarpark bringt einen zweifachen Vorteil: Er erzeugt klimafreundlichen Strom und macht gleichzeitig ein sonst schwer nutzbares Gelände produktiv. Gelingt das Projekt, könnte es nicht nur die Kosten für die Anwohner senken, sondern auch als Vorbild für ähnliche Standorte im ganzen Land dienen. Als nächste Schritte stehen die Finalisierung der Pläne und die Einhaltung des Betriebsstarts bis 2025 an.

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