13 June 2026, 18:16

Arbeitskräftemangel in Deutschland: 4,3 Millionen Fehlbestand bis 2036 droht

IW: Deutschland fehlt bis 2036 etwa 4,3 Millionen Arbeitskräfte

Arbeitskräftemangel in Deutschland: 4,3 Millionen Fehlbestand bis 2036 droht

Deutschland steht vor einem wachsenden Arbeitskräftemangel – die neuesten Prognosen übertreffen frühere Schätzungen bei Weitem. Eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sagt nun voraus, dass bis 2036 ein Fehlbestand von 4,3 Millionen Arbeitskräften droht – deutlich mehr als die noch im vergangenen Jahr prognostizierten 3 Millionen.

Noch im IW-Bericht von 2024 war von einem leichten Wachstum der Erwerbsbevölkerung bis 2040 die Rede. Doch das Bild hat sich dramatisch gewandelt: Bis 2036 wird das potenzielle Arbeitskräfteangebot um 6,9 Prozent schrumpfen – von 55 Millionen im Jahr 2025 auf 51,2 Millionen. In diesem Zeitraum werden nur 9,8 Millionen Menschen in Deutschland das erwerbsfähige Alter erreichen, was die Lücke weiter vertieft.

Die aktualisierten Zahlen zeigen zudem, dass die Bevölkerung Deutschlands bis 2045 um 2,9 Prozent auf etwa 81,1 Millionen sinken wird. Restriktive Migrationspolitik und ein nachlassendes Interesse an Deutschland als Zielland sind zentrale Gründe für den Engpass. Der IW-Bericht fordert nun dringendes Handeln, um die Krise abzuwenden.

Um das Problem zu bewältigen, schlägt die Studie vor, den Arbeitsmarkt durch die Anwerbung ausländischer Fachkräfte zu erweitern. Zudem sollte das inländische Potenzial besser genutzt werden – insbesondere bei Frauen mit Migrationshintergrund. Weitere Maßnahmen umfassen die Erhöhung der individuellen Arbeitszeiten sowie die Attraktivitätssteigerung von Arbeit durch finanzielle Anreize.

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Die Lücke im Arbeitsmarkt ist mit 1,3 Millionen höher als bisher angenommen. Ohne Gegenmaßnahmen wird der Mangel bis 2036 auf 4,3 Millionen anwachsen. Die Politik wird aufgefordert, Strategien zu entwickeln, um die Erwerbsbevölkerung zu stärken und wirtschaftliche Belastungen abzuwenden.

Quelle