30 March 2026, 16:29

Anna Netrebkos triumphale Rückkehr an die Berliner Staatsoper löst Proteste aus

Gemälde mit dem Titel 'Die Oper' (1856), das eine Gruppe von Musikern auf der Bühne mit Instrumenten und Stühlen vor einem Publikum und einer Wand zeigt.

Anna Netrebkos triumphale Rückkehr an die Berliner Staatsoper löst Proteste aus

An der Berliner Staatsoper feierte eine Neuinszenierung von Un ballo in maschera Premiere – mit der Sopranistin Anna Netrebko in der Hauptrolle. Die Aufführung markierte ihre Rückkehr auf eine große europäische Bühne nach Jahren der Kontroversen um ihre angeblichen Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin. Vor dem Opernhaus versammelten sich etwa 50 Demonstranten mit ukrainischen Fahnen, um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Die fast dreistündige Produktion von Verdis Oper erntete starken Applaus für Orchester und Sänger alike. Netrebko, die die Rolle der Amelia verkörperte, wurde bei den Vorhangrufen begeistert gefeiert. Ihr Auftritt folgte auf eine lange Abwesenheit von westlichen Bühnen, nachdem es 2022 zu zahlreichen Absagen gekommen war.

Die Kritik an Netrebko verschärfte sich nach Russlands Angriff auf die Ukraine, da viele ihr vorwarfen, sich nicht deutlich genug von Putin zu distanzieren. 2021 feierte sie ihren 50. Geburtstag im Moskauer Kreml – ein Umstand, der Spekulationen über ihre politische Haltung weiter anheizte. Doch bis 2024 begannen einige Institutionen, darunter die Berliner Staatsoper, ihre Haltung zu überdenken und ebneten so schrittweise ihren Weg zurück auf die Bühne.

Vor dem Opernhaus skandierten die Demonstranten Parolen wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" und "Russland ist ein Terrorstaat". Trotz der Proteste verlief die Premiere ohne Unterbrechung. Netrebkos Vertreter betonten inzwischen, sie lehne den Krieg gegen die Ukraine ab, doch ihre früheren Verbindungen bleiben umstritten.

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Die Premiere von Un ballo in maschera zeigte sowohl Netrebkos anhaltende künstlerische Strahlkraft als auch die fortbestehenden politischen Spannungen um ihre Person. Während sie im Theater begeisterten Beifall erhielt, machten die Proteste draußen die anhaltende Polarisierung über ihre Karriere deutlich. Die Sopranistin, die sowohl die russische als auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, sieht sich bei ihrer Rückkehr auf Europas Bühnen nun mit gemischten Reaktionen konfrontiert.

Quelle