Alkohol am E-Scooter: Zwei Schwerverletzte im Kreis Lippe nach riskanten Fahrten
Irmtraut BeckerAlkohol am E-Scooter: Zwei Schwerverletzte im Kreis Lippe nach riskanten Fahrten
Zwei E-Scooter-Fahrer im Kreis Lippe bei Unfällen unter Alkoholeinfluss verletzt
Am Montag verunglückten zwei Männer im Kreis Lippe bei getrennten Unfällen mit E-Scootern – beide standen unter Alkoholeinfluss. Betroffen waren ein 50-Jähriger in Detmold und ein 68-Jähriger in Lemgo.
In Detmold stürzte der 50-Jährige gegen 21:45 Uhr und zog sich schwere Verletzungen zu. Er war deutlich alkoholisiert und hatte eine Mitfahrerin auf seinem E-Scooter – was nach deutscher Rechtslage verboten ist. Zudem fehlte dem Gefährt die vorgeschriebene Versicherung, die für alle E-Scooter in Deutschland Pflicht ist.
Schon früher am Tag, gegen 16:30 Uhr, war in Lemgo ein 68-Jähriger verunglückt und hatte sich leicht verletzt. Er verweigerte einen Alkoholtest, und auch sein E-Scooter war ohne Versicherungskennzeichen unterwegs. Sowohl das Fahren ohne Versicherung als auch auf Gehwegen ist in Deutschland strafbar.
Rechtlich gelten E-Scooter hierzulande als Kraftfahrzeuge. Ab 0,3 Promille Blutalkohol gelten Fahrer als relativ fahruntüchtig, ab 0,5 Promille drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote. Ein Wert von 1,1 Promille und mehr stellt eine Straftat dar.
Beide Männer hatten vor ihren Unfällen gegen mehrere Vorschriften verstoßen. Die Vorfälle zeigen erneut die Gefahren, die vom Fahren unter Alkoholeinfluss auf E-Scootern ausgehen. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen weiter.
