27 April 2026, 14:27

Aldi Süd baut 1.250 Stellen ab und setzt auf IT-Auslagerung mit TCS

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", die Produktivitätsgewinne ohne entsprechende Mittelschichtvorteile zeigt.

Aldi Süd baut 1.250 Stellen ab und setzt auf IT-Auslagerung mit TCS

Aldi Süd streicht 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr – das ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Gleichzeitig lagert der Discounter seine IT-Operationen vermehrt aus: Ab November 2025 wird der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) seine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ausbauen.

Betroffen sind vor allem die digitalen Bereiche, insbesondere die erst im vergangenen Jahr gegründete Tochter Aldi DX, die die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns stärken sollte. Aldi Süd hatte seine IT-Belegschaft zuvor auf über 4.000 Mitarbeiter ausgebaut. Nun setzt das Unternehmen auf schlanke Strukturen: Weniger feste Angestellte, mehr externe Unterstützung. Auch die internationale Einkaufsabteilung Aldi International Services muss Stellen abbauen.

Zwangskündigungen soll es nicht geben. Stattdessen bietet der Konzern Abfindungen an, um freiwillige Abgänge zu fördern. Die Umstrukturierung folgt auf die Gründung von Aldi DX im November 2024 – eine Tochtergesellschaft, die das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver machen und die IT-Infrastruktur modernisieren sollte.

Unter dem Projektnamen AHEAD war Aldi DX damit beauftragt worden, ein standardisiertes, globales IT-System für alle Märkte aufzubauen. Künftig übernimmt TCS eine größere Rolle bei der Vereinfachung und Aktualisierung der Technologie von Aldi Süd. Ziel der Partnerschaft ist es, die Effizienz zu steigern und dem Händler mehr Agilität bei Marktveränderungen zu ermöglichen.

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Über 1.000 der gestrichenen Stellen entfallen auf die digitale Sparte – ein klares Signal für die neue Strategie: Die eigenen IT-Teams werden verkleinert, während die Zusammenarbeit mit externen Anbietern wie TCS ausgebaut wird.

Die Veränderungen markieren einen grundlegenden Wandel in der Technologiesteuerung von Aldi Süd. Mit weniger festen Mitarbeitern und stärkerer Auslagerung verspricht sich das Unternehmen mehr Flexibilität und Effizienz. Der erweiterte Partnerschaftsvertrag mit TCS tritt im November 2025 in Kraft und passt damit in die langfristigen Pläne der digitalen Transformation des Handelskonzerns.

Quelle