Acne Studios bricht mit seiner Frühlingskollektion bewusst Stilgrenzen
Acne Studios präsentiert neue Frühlingskollektion unter der Leitung von Kreativdirektor Jonny Johansson
Die neuesten Entwürfe des schwedischen Labels greifen Büro-inspirierte Archetypen auf und brechen bewusst mit herkömmlichen Stilgrenzen. Gleichzeitig verzeichnet die Marke ein wiedererwachtes Interesse an schmal geschnittenen Jeans – Anlass genug, die klassischen Modelle 1996 und 1979 zu überarbeiten.
Für die Kollektion ließ sich Johansson von typischen Büropersönlichkeiten inspirieren, etwa dem golffreudigen Billy oder dem hausinternen Kreativkopf. Er entwarf die Looks mit dem Gedanken, wie diese Charaktere einander diskret mustern – durchzogen von einer stillen, fast neidischen Spannung. Zum Sortiment gehören unter anderem Chino-Jeans mit vorderen Faltenwürfen sowie kurze Shorts in verschiedenen Stoffen für wärmere Tage.
Der Designer macht dabei keinen Unterschied zwischen preppigen und Rockabilly-Einflüssen. Diese Haltung spiegelt seine Überzeugung wider, dass Tabus dazu da sind, gebrochen zu werden. Sein persönlicher Stil bleibt indes schlicht: Meist trägt er selbst Jeans und ein T-Shirt.
Johanssons Kindheit in Nordschweden prägte seinen Blick auf Konventionen. Als Außenseiter fühlte er sich oft fehl am Platz – etwa, wenn er als Jugendlicher für den lila VW Käfer seiner Mutter schämte. Vielleicht erklärt sich daraus sein heutiger Drang, modische Normen herauszufordern.
Die Kollektion verbindet Bürostile mit mutigen Designentscheidungen. Da schmale Jeans wieder im Trend liegen, präsentiert die Marke schlankere Versionen ihrer Ikone-Schnitte. Die neuen Teile bieten so Vielseitigkeit für unterschiedliche Geschmäcker und Anlässe.
