05 May 2026, 12:22

A59-Ausbau in Duisburg: Warum Anwohner und Stadt gegen die Autobahn kämpfen

Anschlagtafel an einem Zaun mit einem Schild, auf dem "Hinweis: Alle Straßenmusiker müssen die städtische Lärmvorschrift einhalten" steht und eine Straße im Hintergrund.

A59-Ausbau in Duisburg: Warum Anwohner und Stadt gegen die Autobahn kämpfen

Bitterer Streit um den Ausbau der A59 in Duisburg

Der Ausbau der Autobahn A59 in Duisburg hat zu einem erbitterten Konflikt geführt. Obwohl die Bauarbeiten offiziell mit einem Spatenstich begonnen haben, stößt das Projekt auf massiven Widerstand von Anwohnern und Stadtvertretern. Während die Stadt eine Tunnel-Lösung fordert, beharren die Bundesbehörden auf der Umsetzung ihrer aktuellen Pläne.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein 6,7 Kilometer langer Abschnitt der A59, der auf 46 Meter verbreitert werden soll. Besonders betroffen sind die Bewohner des Stadtteils Meiderich, die warnend darauf hinweisen, dass die riesige Straße gefährlich nah an ihren Häusern vorbeiführen würde. Ein zentrales Problem ist der Lärm – die Umweltgruppe Link warnt zudem, dass hohe Lärmschutzwälle das Sonnenlicht blockieren könnten, sodass einige Haushalte täglich nur noch wenige Stunden Tageslicht hätten.

Die Stadt pocht seit Langem auf eine Tunnelvariante, die die Belastungen verringern würde. Doch die Autobahn GmbH, die für das Projekt zuständige Bundesbehörde, lehnt dies ab. Sie beruft sich auf eine aktuelle Machbarkeitsstudie, wonach gefährliche Güter und Schwerlastverkehr nicht sicher durch einen Tunnel geführt werden könnten. Zudem würde die Lösung zusätzliche Kosten von 2,3 Milliarden Euro verursachen und die Bauzeit um Jahre verlängern.

Da keine Einigung in Sicht ist, erwägt die Stadt nun rechtliche Schritte. Die Bundesbehörden zeigen jedoch keine Anzeichen eines Einlenkens und haben bereits mit Arbeiten an der bestehenden Brücke begonnen.

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Der Ausbau der A59 bleibt damit tief gespalten – während die Bauarbeiten trotz anhaltender Proteste voranschreiten, drohen weitere Verzögerungen, sollte die Stadt ihre juristischen Drohungen wahr machen. Für die Anwohner und Kommunalpolitiker bleibt die Autobahn ein Projekt, das sie als Bedrohung für ihr Viertel fürchten.

Quelle