19 June 2026, 04:14

60 Länder starten Initiative für Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Konflikt im Nahen Osten erneuert Aufrufe zur Beschleunigung des Umstiegs von fossilen Brennstoffen

60 Länder starten Initiative für Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Die globale Abhängigkeit der Wirtschaft von Öl und Gas ist durch die jüngsten Konflikte schonungslos offenbart worden. Die Schockwellen bei den Energiepreisen haben die politische Debatte in Richtung erneuerbarer Energien als Weg in die Unabhängigkeit gelenkt. Rund 60 Länder haben nun in Kolumbien eine Initiative gestartet, um sich von fossilen Brennstoffen zu lösen.

Der Klimagipfel des vergangenen Jahres in Brasilien endete ohne einen klaren Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Dies hinterließ fast 200 Nationen im Kampf, ihren Energiebedarf mit den Klimazielen in Einklang zu bringen. Der UN-Klimachef Simon Stiell warnte später, der Konflikt habe eine weltweite Kostenkrise bei fossilen Brennstoffen ausgelöst.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat seitdem auf die Risiken von Energiesystemen hingewiesen, die an die Lieferketten fossiler Brennstoffe gebunden sind. Gleichzeitig argumentieren afrikanische Verhandler, dass viele Entwicklungsländer weiterhin auf diese Energieträger für Strom und Einkommen angewiesen seien. In Bonn laufen derzeit die Vorbereitungen für den Klimagipfel 2026 in der Türkei – auf der Agenda steht ganz oben die Energiewende.

Der Drang nach Energieunabhängigkeit gewinnt an Fahrt, da die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit Inflation und Instabilität verknüpft wird. Die Kolumbien-Initiative signalisiert wachsende Unterstützung für saubere Energien. Dennoch bleibt es für viele Länder eine Herausforderung, wirtschaftliche Bedürfnisse mit Klimazielen in Einklang zu bringen.

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