21 June 2026, 02:20

38.000 Unterschriften gegen die ICE-Neubaustrecke Hannover–Bielefeld

Zehntausende überreichen Unterschriften gegen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken

38.000 Unterschriften gegen die ICE-Neubaustrecke Hannover–Bielefeld

Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat breite Unterstützung erhalten. Die Organisatoren sammelten über 38.000 Unterschriften – davon mehr als 31.000 in Papierform und 6.600 online. Die Kampagne fordert ein Umdenken in der deutschen Bahnstrategie.

Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und lokalen Frauenverbänden in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Sie ruft die Behörden auf, den Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken zu stoppen und die Höchstgeschwindigkeiten im gesamten Netz zu senken. Stattdessen plädieren die Unterzeichner für einen Ausbau des bestehenden Schienennetzes, das sie als klimafreundlichere und kostengünstigere Alternative bezeichnen.

Die geplante Neubaustrecke soll Züge mit bis zu 300 km/h ermöglichen und neue Gleise zwischen Hannover und Bielefeld schaffen. Die Bahn hat zwölf mögliche Trassenkorridore vorgeschlagen, die alle eine Verkürzung der Fahrzeit von 48 auf 31 Minuten versprechen. Doch Zehntausende erheben ihre Stimme gegen das Projekt und unterstützen die Forderung nach einer grundlegenden Neuausrichtung der nationalen Bahnplanung.

Die Petition hat beträchtlichen Zulauf erhalten und spiegelt die weitverbreitete Skepsis in der Bevölkerung wider. Mit 38.000 Unterschriften wollen die Initiatoren nun Druck auf die Politik ausüben, um eine Kurskorrektur zu erreichen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob der Ausbau bestehender Strecken nicht besser den Klimazielen und Haushaltsvorgaben gerecht werden würde.

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